Kraftvolle Worte für mehr Haltung

Worte, die wirken – Wie du mit Sprache dein Selbstbild stärkst

Kennst du diesen Unterschied zwischen „Ich tue etwas“ und „Ich bin etwas“? Vielleicht hast du Sätze wie „Ich kämpfe mich da durch“ oder „Ich versuche, mein Ziel zu erreichen“ schon unzählige Male ausgesprochen – leise in deinem Kopf oder laut vor anderen. Aber was passiert, wenn du stattdessen sagst: „Ich bin eine Kämpferin“ oder „Ich bin zielstrebig“?

Worte sind nicht einfach nur Kommunikationsmittel – sie formen unsere Realität. Vor allem dann, wenn sie aus deinem eigenen Mund kommen.

Vom Tun zum Sein – Wie Worte uns kraftvoller machen

Stell dir vor, du bereitest dich auf ein wichtiges Gespräch, eine Bewerbung oder einen neuen Lebensabschnitt vor. In solchen Momenten greifen wir oft zu Verben: Ich werde mich bemühen. Ich probiere es. Ich versuche, mein Bestes zu geben. Klingt erstmal sympathisch – nach Demut, nach Flexibilität. Doch genau hier liegt das Problem:
Ein „Ich versuche“ lässt bereits einen Ausgang offen – meistens den, bei dem es doch nicht klappt. Es ist, als ob du dir mit dem Wort selbst einen kleinen Notausgang baust, bevor du den Raum überhaupt betreten hast.
Stattdessen verleiht ein klares „Ich bin“ dir eine andere Energie. Sagst du „Ich bin jemand, der Herausforderungen annimmt“, dann entsteht ein anderes Bild – nicht nur in deinem Gegenüber, sondern vor allem in dir selbst.

„Ich bin ein Gewinnertyp“ klingt mutiger als „Ich gewinne manchmal“. Und – Hand aufs Herz – spürst du den Unterschied?

Sprache als Werkzeug deiner Selbstpositionierung

Diese feinen Unterschiede kannst du gezielt für dich nutzen. Gerade dann, wenn du dich selbst stärken willst. In der Podcast-Folge ging es darum, in die Kraft des eigenen „Ich bin“ zu finden. Was du über dich sagst, formt nicht nur das Bild, das andere von dir haben, sondern auch deine innere Haltung.
Ein Beispiel aus dem Alltag: Du stehst morgens auf und sagst dir: „Heute versuche ich, konzentriert zu arbeiten.“ Netter Versuch. Aber wie wäre es mit: „Ich bin heute fokussiert.“ Klingt nach Haltung. Nach Klarheit. Nach Präsenz.

Natürlich funktioniert das nur mit Begriffen, die du auch glaubhaft für dich annehmen kannst. Wenn du dir selbst keine kreative Ader zusprichst, bringt es wenig, dich „Kreativgenie“ zu nennen – dann meldet sich sofort dein innerer Kritiker. Aber vieles trägst du längst in dir. Du musst es nur benennen.

Zweifle nicht – handle sprachlich klar

Ein weiterer Impuls: Lass Worte wie „probieren“, „versuchen“, „mal schauen“ weg. Sie sind leise Fallen für deinen Mut. Sag stattdessen: „Ich mache es.“ Punkt. Ja, das wirkt direkt. Vielleicht für manche zu selbstsicher, vielleicht etwas „auftrumpfend“. Aber es geht nicht ums Gefallen – es geht ums Stehen. Um das Einnehmen von Raum. Um deine Kontur.

Du setzt so ein klares Signal – innen wie außen. Und du gibst deinem Unterbewusstsein eine neue Richtung. Es ist ein bisschen wie beim Navigationsgerät: Wenn du eintippst, wo du wirklich hinwillst, wird auch der Weg dorthin sichtbarer.

Ein kleiner Selbstversuch für die kommende Woche

Ich lade dich ein: 
Beschreibe dich nicht über dein Tun, sondern über dein Sein. Nicht: „Ich arbeite zielorientiert.“ Sondern: „Ich bin zielorientiert.“
Streiche abschwächende Wörter aus deinen Selbstgesprächen. Kein „mal gucken, ob“, sondern: „Ich tue das. Punkt.“
Beobachte, wie sich deine Haltung verändert. Wie du vielleicht aufrechter gehst. Klarer kommunizierst. Überzeugter bei dir bleibst.

Was bist du, wenn du nicht mehr versuchst, sondern bist?

Denk einmal darüber nach: Wenn du deinen inneren Selbstzweifeln keine Bühne mehr gibst und stattdessen aus deinem inneren Kraftzentrum sprichst – wer bist du dann?